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Farbiges Vinyl und Picture Discs: Sehen sie nur besser aus oder klingen sie anders?

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Farbiges Vinyl und Picture Discs: Sehen sie nur besser aus oder klingen sie anders?

Farbiges Vinyl ist längst kein Exot mehr. Viele Neuauflagen erscheinen in Rot, Blau, Splatter, Marble oder transparenten Varianten. Dazu kommen Picture Discs mit vollflächigem Motiv. Optisch sind diese Pressungen attraktiv – klanglich muss man aber zwischen normal eingefärbtem Vinyl und der speziellen Konstruktion vieler Picture Discs unterscheiden.

Inhalt & Sprungmarken
  1. Farbiges Vinyl ist zunächst normales Vinyl mit Pigmenten
  2. Warum sehr helle oder transparente Pressungen beim Prüfen ungewohnt sind
  3. Picture Discs sind konstruktiv anders
  4. Heißt das, Picture Discs klingen immer schlecht?
  5. Splatter, Marble und mehrfarbige Varianten
  6. Was beim Kauf wichtiger ist als die Farbe
  7. Fazit

Farbiges Vinyl ist zunächst normales Vinyl mit Pigmenten

Schwarzes Vinyl ist ebenfalls eingefärbt. Moderne farbige Compounds können sehr gute Pressungen ergeben. Die Farbe allein sagt daher wenig über die Klangqualität aus. Entscheidend bleiben Mastering, Presswerk, saubere Matrizen und der gesamte Produktionsprozess.

Mehrere farbige Schallplatten in einer warmen Vinyl-Hörumgebung
Colored Vinyl kann klanglich sehr gut sein. Bei Picture Discs ist die Konstruktion häufig der wichtigere Unterschied.
Wichtig zu wissen

Warum sehr helle oder transparente Pressungen beim Prüfen ungewohnt sind

Kratzer und Schmutz lassen sich auf manchen Farben schwieriger erkennen als auf schwarzem Vinyl. Transparente oder stark gemusterte Pressungen erschweren auch die optische Beurteilung der Rillen. Das verändert den Klang nicht direkt, macht die Zustandsprüfung aber schwieriger.

Plattenspieler in warmer Abendstimmung
Ob Einsteigergerät oder anspruchsvolleres Modell: Ein Plattenspieler überzeugt erst dann wirklich, wenn Bedienung, Anschluss und Aufrüstbarkeit zum Einsatzprofil passen.

Picture Discs sind konstruktiv anders

Bei klassischen Picture Discs liegt das Bildmaterial zwischen Träger- und transparenten Vinylschichten. Dadurch ist die eigentliche abspielbare Schicht oft anders aufgebaut als bei einer normalen Pressung. Je nach Herstellung können Oberflächengeräusche und Rauschanteile höher ausfallen.

Heißt das, Picture Discs klingen immer schlecht?

Nein. Es gibt gut klingende Picture Discs und hörbar rauschigere Exemplare. Sie werden jedoch häufig stärker als Sammlerobjekt denn als klanglich optimale Ausgabe positioniert. Wenn dir maximale Ruhe in leisen Passagen wichtig ist, lohnt sich ein Vergleich mit einer normalen schwarzen oder farbigen Pressung desselben Masters.

Splatter, Marble und mehrfarbige Varianten

Mehrere Farben können beim Pressen miteinander kombiniert werden. Das ist in erster Linie ein optischer Effekt. Hörbare Unterschiede entstehen eher durch Schwankungen im Produktionsprozess als durch das Muster selbst. Eine sauber gepresste Splatter-LP kann hervorragend klingen.

Praxis

Was beim Kauf wichtiger ist als die Farbe

  • welches Mastering verwendet wurde,
  • welches Presswerk produziert hat,
  • ob die Ausgabe zentriert und plan ist,
  • ob es belastbare Erfahrungsberichte zur konkreten Variante gibt.

Wenn du Pressungen vergleichen möchtest, helfen Matrixnummer und Runout sowie unsere Checkliste für Onlinekäufe.

Kurz zusammengefasst

Fazit

Farbiges Vinyl ist nicht automatisch schlechter als schwarzes. Moderne Colored-Vinyl-Pressungen können sehr hochwertig sein. Picture Discs sind konstruktiv spezieller und können eher zu höheren Nebengeräuschen neigen. Wer vor allem hören möchte, sollte die konkrete Pressung bewerten – nicht nur ihre Farbe.

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