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Matrixnummer und Runout lesen: Schallplatten-Pressungen besser identifizieren

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Matrixnummer und Runout lesen: Schallplatten-Pressungen besser identifizieren

Zwei Schallplatten können dasselbe Cover und dieselbe Katalognummer tragen und trotzdem unterschiedliche Pressungen sein. Besonders hilfreich sind die Informationen im Auslaufbereich zwischen Musikrille und Label – dem sogenannten Runout oder Deadwax.

Inhalt & Sprungmarken
  1. Was ist eine Matrixnummer?
  2. Katalognummer allein reicht oft nicht
  3. Handschriftlich oder gestanzt
  4. Was bedeutet A1/B1?
  5. So gehst du beim Identifizieren vor
  6. Warum Runout-Fotos schwierig sind
  7. Erstpressung, frühe Pressung oder nur alte Ausgabe?
  8. Fazit

Was ist eine Matrixnummer?

Die Matrixnummer bezeichnet in der Regel die Produktionskennung einer Plattenseite. Sie kann gestanzt, maschinell geprägt oder von Hand eingeritzt sein. Je nach Presswerk kommen zusätzliche Kürzel für Schnitt, Stamper, Werk oder Mastering hinzu.

Nahaufnahme von Tonabnehmer und Auslaufrille einer Schallplatte
Im Runout stehen oft die zuverlässigsten Hinweise, um ähnliche Pressungen auseinanderzuhalten.

Katalognummer allein reicht oft nicht

Eine Katalognummer kann über Jahre und mehrere Länder hinweg wiederverwendet werden. Für eine eindeutige Zuordnung solltest du deshalb mehrere Merkmale kombinieren: Katalognummer, Matrix/Runout, Labeldesign, Land, Rechtehinweise, Barcode und Besonderheiten des Covers.

Matrixnummer und Runout lesen: Schallplatten-Pressungen besser identifizieren

Handschriftlich oder gestanzt

Handschriftliche Runout-Einträge entstehen häufig beim Lack- oder Masteringprozess. Gestanzte Zeichen können auf bestimmte Presswerke oder Produktionsschritte hinweisen. Es gibt jedoch keine weltweit einheitliche Systematik. Die Bedeutung hängt vom Label, Presswerk und Zeitraum ab.

Was bedeutet A1/B1?

Bezeichnungen wie A1 oder B1 werden oft vorschnell als Beweis für eine Erstpressung interpretiert. Das kann bei bestimmten Veröffentlichungen ein Indiz sein, ist aber keine universelle Regel. Reissues, Nachpressungen oder unterschiedliche Werke können eigene Nummernfolgen verwenden.

Praxis

So gehst du beim Identifizieren vor

  1. Katalognummer auf Cover und Label notieren.
  2. Runout beider Seiten unter hellem Licht abschreiben.
  3. Land, Labelvariante und Barcode erfassen.
  4. Besonderheiten des Covers dokumentieren.
  5. alle Merkmale gemeinsam mit seriösen Diskografie-Datenbanken oder Sammlerkatalogen vergleichen.

Warum Runout-Fotos schwierig sind

Die Gravuren sind flach und reflektieren je nach Winkel unterschiedlich. Für Fotos hilft seitliches Licht und ein leicht gekippter Blickwinkel. Direktes Blitzlicht macht viele Zeichen unsichtbar.

Erstpressung, frühe Pressung oder nur alte Ausgabe?

Eine wirklich belastbare Zuordnung erfordert meist mehrere übereinstimmende Merkmale. Ein altes Cover oder eine niedrige Matrixnummer allein genügt nicht. Gerade bei international veröffentlichten Alben können gleichzeitig mehrere Werke produziert haben.

Kurz zusammengefasst

Fazit

Die Matrixnummer ist einer der wichtigsten Fingerabdrücke einer Vinyl-Ausgabe. Am zuverlässigsten wird die Zuordnung, wenn Runout, Label, Katalognummer und Covermerkmale gemeinsam betrachtet werden. So lässt sich eine vermeintliche Erstpressung deutlich besser von einer späteren Variante unterscheiden.

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