Ein parametrischer Equalizer ist präziser als einfache Bass- und Höhenregler. Jeder Filter bekommt eine Frequenz, eine Stärke und eine Bandbreite. Damit lässt sich beispielsweise eine konkrete Bassüberhöhung absenken, ohne den gesamten Tieftonbereich zu verändern.
Ratgeber
Parametrischer Equalizer (PEQ) erklärt: Frequenz, Q und Gain richtig einsetzen

Inhalt & Sprungmarken
Die drei wichtigsten Parameter
| Parameter | Bedeutung |
|---|---|
| Frequenz | Bereich, um den der Filter arbeitet |
| Gain | Anhebung oder Absenkung in dB |
| Q | Breite des Filters: höheres Q = schmaler |
Absenken ist oft sicherer als stark anheben
Eine Raummode als Pegelspitze lässt sich mit einem passend gesetzten negativen Filter häufig gut reduzieren. Eine tiefe Auslöschung mit +10 dB oder mehr anzuheben, ist dagegen meist problematisch: Verstärker und Lautsprecher werden stärker belastet, während die geometrische Auslöschung bestehen bleibt.


Q-Faktor nicht nach Gefühl wählen
Breite Probleme benötigen breite Filter, schmale Resonanzen eher schmale. Ein extrem hoher Q-Faktor kann zwar eine Messlinie optisch glätten, ist aber empfindlich gegenüber kleinen Positionsänderungen. Für den Hörplatz ist eine etwas breitere, robuste Korrektur oft sinnvoller.
Peak, Low Shelf und High Shelf
Peak-Filter bearbeiten einen begrenzten Bereich. Shelving-Filter heben oder senken dagegen alles oberhalb beziehungsweise unterhalb einer Übergangsfrequenz. Das ist praktisch, um eine Zielkurve insgesamt leicht zu neigen, sollte aber nicht mit einer Reparatur einzelner Raummoden verwechselt werden.
Fazit
PEQ ist kein Klangregler zum Herumprobieren, sondern ein präzises Werkzeug. Gute Filter sind sparsam, messbasiert und lösen ein konkretes Problem. Wenige nachvollziehbare Filter sind meist besser als eine lange Liste aggressiver Korrekturen.



