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Dual CS 618Q im Test & Check: Direktantrieb mit Auto-Lift

Dual CS 618Q im Test & Check: Direktantrieb mit Auto-Lift

Der Dual CS 618Q verbindet einen manuellen Plattenspieler mit zwei Komfortfunktionen, die im Alltag tatsächlich nützlich sind: Am Plattenende stoppt der Motor und der Tonarm wird automatisch angehoben. Dazu kommen Direktantrieb, abnehmbare Headshell und ein vormontiertes Ortofon 2M Blue.

Inhalt & Sprungmarken
  1. Antrieb und Drehzahlen
  2. Tonarm und Tonabnehmer
  3. Phono-Vorverstärker bereits integriert
  4. Komfort ohne Vollautomatik
  5. Stärken
  6. Grenzen
  7. Direktantrieb mit Komfort: was den CS 618Q unterscheidet
  8. Ortofon 2M Blue ab Werk
  9. Phono- und Line-Anschluss
  10. Technische Eckdaten
  11. Für wen ist er stärker als ein Vollautomat?
  12. CS 618Q gegen Technics SL-1500C
  13. 78 U/min sinnvoll nutzen
  14. Fazit

Antrieb und Drehzahlen

Dual verwendet einen quarzstabilisierten Direktantrieb für 33, 45 und 78 U/min. Der Hersteller gibt Gleichlaufschwankungen von weniger als ±0,07 % nach DIN an. Für Schellackplatten mit 78 U/min ist zusätzlich zu beachten, dass dafür in der Regel eine geeignete Nadel beziehungsweise ein passender Tonabnehmer nötig ist.

Tonarm und Tonabnehmer

Der vollkardanisch gelagerte Aluminiumtonarm besitzt vier Pivot-Kugellager und eine abnehmbare Headshell. Das erleichtert den Wechsel zwischen Tonabnehmern, verlangt aber weiterhin korrekte Justage. Serienmäßig sitzt ein Ortofon 2M Blue am Arm – ein MM-System, für das ein normaler MM-Phono-Eingang geeignet ist.

Plattenspieler in warmer Abendstimmung
Ob Einsteigergerät oder anspruchsvolleres Modell: Ein Plattenspieler überzeugt erst dann wirklich, wenn Bedienung, Anschluss und Aufrüstbarkeit zum Einsatzprofil passen.
Das spricht dafür

Phono-Vorverstärker bereits integriert

Der CS 618Q kann laut Dual sowohl an einem Phono- als auch an einem Hochpegeleingang betrieben werden. Damit lässt er sich ohne separaten Phono-Preamp in viele moderne Anlagen integrieren. Wer eine externe Phono-Stufe verwenden möchte, kann den passenden Phono-Signalweg nutzen.

Komfort ohne Vollautomatik

Der entscheidende Unterschied zu einem Vollautomaten: Der Tonarm fährt nicht selbstständig zum Plattenanfang. Die Automatik greift am Ende ein, hebt den Arm an und stoppt den Motor. Das reduziert Bedienaufwand, ohne die Mechanik einer vollständigen Automatik in den normalen Abspielvorgang einzubeziehen.

Das spricht dafür

Stärken

  • präzise geregelter Direktantrieb,
  • 33, 45 und 78 U/min,
  • Ortofon 2M Blue ab Werk,
  • abnehmbare Headshell,
  • Auto-Lift und Motor-Stopp am Plattenende,
  • Anschluss an Phono- oder Line-Eingang möglich.
Wichtig zu wissen

Grenzen

  • kein Vollautomat, obwohl Komfortfunktionen vorhanden sind,
  • für reine Einsteiger-Setups unter Umständen mehr Plattenspieler als nötig,
  • bei Tonabnehmerwechsel müssen Geometrie und Auflagekraft sauber neu eingestellt werden.

Direktantrieb mit Komfort: was den CS 618Q unterscheidet

Dual kombiniert einen manuellen HiFi-Plattenspieler mit elektronischer Endabschaltung und automatischem Tonarmlift. Der Arm fährt also nicht selbstständig zum Plattenanfang zurück, die Nadel wird am Ende aber angehoben und der Motor gestoppt. Das ist ein sinnvoller Mittelweg für Hörer, die manuelle Bedienung mögen, aber die Auslaufrille nicht unbegrenzt laufen lassen möchten.

Ortofon 2M Blue ab Werk

Das 2M Blue ist ein MM-System mit nacktem elliptischem Diamanten. Ortofon nennt 1,8 g als empfohlene Auflagekraft und 47 kΩ mit 150–300 pF als elektrische Last. Diese Werte sind für die Einrichtung relevanter als pauschale Klangbeschreibungen. Wird später ein anderer Tonabnehmer montiert, müssen Auflagekraft, Antiskating und gegebenenfalls elektrische Anpassung neu geprüft werden.

Phono- und Line-Anschluss

Dual sieht sowohl den Anschluss an einen Phono- als auch an einen Hochpegeleingang vor. Damit lässt sich die integrierte Phono-Stufe je nach Setup nutzen oder umgehen. Vor dem Umstecken immer prüfen, welche Betriebsart aktiv ist; LINE in PHONO führt zu deutlicher Übersteuerung.

Technische Eckdaten

  • Direktantrieb, 33/45/78 U/min,
  • Gleichlaufschwankung laut Dual < ±0,07 % DIN-bewertet,
  • 305-mm-Aluminium-Druckgussteller, ca. 1.450 g inklusive Matte,
  • 221,5-mm-Tonarm mit vollkardanischer Lagerung,
  • abnehmbare Headshell,
  • Ortofon 2M Blue ab Werk,
  • MDF-Gehäuse, Gerätegewicht rund 7,5 kg.

Für wen ist er stärker als ein Vollautomat?

Wer bewusst selbst aufsetzt und Seiten wechselt, aber am Plattenende Komfort möchte, bekommt weniger Mechanik als bei einem Vollautomaten. Wer dagegen per Knopfdruck starten und den Arm automatisch zurückführen lassen möchte, sollte echte Vollautomaten vergleichen.

CS 618Q gegen Technics SL-1500C

Beide verfolgen einen ähnlichen Grundgedanken: Direktantrieb, ernsthafte HiFi-Mechanik und Komfort am Plattenende. Der Dual kommt ab Werk mit dem höher positionierten Ortofon 2M Blue und besitzt eine abnehmbare Headshell. Der Technics ist schwerer, verwendet einen längeren S-Tonarm und bietet ebenfalls getrennte Phono-/Line-Wege. Die bessere Wahl hängt deshalb weniger von der Antriebsart ab als von Tonabnehmerpaket, Bediengefühl, Preis und gewünschtem Upgrade-Pfad.

78 U/min sinnvoll nutzen

Die 78er-Geschwindigkeit erweitert den Einsatzbereich, aber für klassische Schellackplatten ist eine passende Nadel erforderlich. Das serienmäßige 2M Blue ist für Microgroove-Vinyl gedacht. Wer regelmäßig Schellack hört, profitiert von der wechselbaren Headshell, weil ein zweites vorbereitetes System den Wechsel deutlich angenehmer macht.

Kurz zusammengefasst

Fazit

Der CS 618Q ist kein „automatischer Plattenspieler“, sondern ein manueller Dreher mit sinnvoller Endabschaltung. Genau diese Kombination ist seine Stärke: klassische Bedienung und austauschbare HiFi-Komponenten, ohne dass die Nadel nach dem Einschlafen dauerhaft in der Auslaufrille bleibt.

Technische Kerndaten wurden mit den Herstellerangaben von Dual abgeglichen.

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