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Argon Audio Aurora: neuer Direktantrieb mit Concorde Music Blue

Argon Audio Aurora: neuer Direktantrieb mit Concorde Music Blue

Argon Audio erweitert sein Plattenspieler-Programm um den Aurora und geht dabei erstmals auf Direktantrieb. Spannend ist nicht nur der Wechsel des Antriebskonzepts: Der neue Dreher kombiniert eine massive Zarge, einen S-förmigen Tonarm, einen vormontierten Ortofon Concorde Music Blue und einen integrierten Phono-Vorverstärker.

Inhalt & Sprungmarken
  1. Die wichtigsten Eckdaten
  2. Warum der Direktantrieb interessant ist
  3. Concorde Music Blue statt Einsteiger-System
  4. Für wen passt das Konzept?
  5. Was noch offen bleibt
  6. Fazit
Auf einen Blick

Die wichtigsten Eckdaten

  • Antrieb: bürstenloser Direktantrieb.
  • Geschwindigkeiten: 33, 45 und 78 U/min.
  • Tonabnehmer: Ortofon Concorde Music Blue vormontiert.
  • Phono: integrierter RIAA-Vorverstärker.
  • Zarge: 55 Millimeter starke MDF-Konstruktion.
  • Preis: Argon Audio listet den Aurora in Deutschland mit 1.299 Euro.

Warum der Direktantrieb interessant ist

Argon Audio war bei seinen bisherigen Plattenspielern vor allem mit Riemenantrieben unterwegs. Beim Aurora sitzt nun ein bürstenloser Motor direkt unter dem Teller. Das Unternehmen nennt eine 8-polige Spulenstruktur und eine vom Motor akustisch entkoppelte Lagerung. Ziel ist eine stabile Drehzahl bei möglichst geringer Übertragung mechanischer Energie.

Für Käufer ist vor allem wichtig: Direktantrieb ist nicht automatisch besser als Riemenantrieb. Er bringt aber praktische Vorteile wie schnelles Hochlaufen und eine direkte Geschwindigkeitssteuerung. Wer häufig zwischen LPs, Singles und 78ern wechselt, profitiert von der unkomplizierten Umschaltung. Mehr zu den grundsätzlichen Unterschieden findest du in unserem Ratgeber Riemen- oder Direktantrieb?.

Plattenspieler in warmer Abendstimmung
Ob Einsteigergerät oder anspruchsvolleres Modell: Ein Plattenspieler überzeugt erst dann wirklich, wenn Bedienung, Anschluss und Aufrüstbarkeit zum Einsatzprofil passen.

Concorde Music Blue statt Einsteiger-System

Bemerkenswert ist der vormontierte Ortofon Concorde Music Blue. Das System gehört nicht zur typischen Budget-Ausstattung vieler Komplettdreher. Durch die Concorde-Bauform entfällt bei einer kompatiblen SME-Aufnahme ein Teil der klassischen Headshell-Montage, was die Inbetriebnahme vereinfacht.

Trotzdem bleiben Auflagekraft, Tonarmhöhe und die korrekte Grundeinstellung relevant. Wer tiefer einsteigen möchte, findet die wichtigsten Schritte unter Plattenspieler richtig einstellen.

Passt zu dir, wenn …

Für wen passt das Konzept?

Der Aurora wirkt vor allem für Hörer interessant, die einen komfortablen Direkttriebler suchen, aber nicht bei einem einfachen DJ-orientierten Einstiegsmodell landen möchten. Der interne Phono-Preamp erleichtert den Anschluss an Verstärker ohne PHONO-Eingang oder an Aktivlautsprecher. Wer bereits eine hochwertige externe Phono-Stufe besitzt, sollte prüfen, wie flexibel sich der interne Vorverstärker umgehen lässt.

Auch die 78-U/min-Unterstützung ist praktisch, ersetzt für Schellackplatten aber nicht automatisch eine passende Nadel. Die Drehzahl allein macht einen Plattenspieler noch nicht zur vollständigen Schellack-Lösung.

Was noch offen bleibt

Herstellerangaben zu Gleichlauf, Resonanzkontrolle und Tonarmtechnik sind interessant, ersetzen aber keinen eigenen Hör- oder Messtest. Entscheidend wird sein, wie sauber Motor, Lager, Tonarm und Phono-Stufe im Alltag zusammenspielen und wie sich der Aurora gegen etablierte Direkttriebler in dieser Preisklasse schlägt.

Kurz zusammengefasst

Fazit

Der Aurora ist für Argon Audio ein auffälliger Schritt: erstmals Direktantrieb, dazu ein hochwertiger vormontierter Tonabnehmer und ein alltagstauglicher interner Phono-Preamp. Damit zielt das Modell deutlich höher als viele einfache Komfort-Plattenspieler. Ob die 1.299 Euro im direkten Vergleich gerechtfertigt sind, muss ein ausführlicher Produkt-Check zeigen.

Quelle: Argon Audio und aktuelle Produktmeldung vom September 2026.

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